Über MAHAVI
MAHAVI ist aus drei Namen gebaut. Ma wie Malin. Ha wie Hanno. Vi wie Vitus. Zusammen klingt es nach einer Familie, die nicht dieselbe Meinung braucht, um am selben Tisch zu sitzen.
Worum es hier geht
Wir schreiben über das, was zwischen den großen Themen passiert: über den Platz, den ein Möbelstück braucht, über ein Spiel, das Geduld verlangt, und über das Essen, das am Sonntag alle an den Tisch holt. Die Texte sind persönlich im Ton und sorgfältig mit dem, was sie behaupten. Wir empfehlen keine perfekte Familie. Wir suchen brauchbare Gedanken.
MAHAVI ist ein kleines redaktionelles Projekt. Die Texte entstehen aus drei Perspektiven und werden auf Sprache, Quellen und Bildrechte geprüft. Wenn ein Stück eine Szene verdichtet oder eine Idee ausprobiert, soll es als solche lesbar bleiben.
Die drei Stimmen
Malin trägt einen schwedisch klingenden Vornamen und eine Hamburger Kindheit mit sich herum. Sie interessiert sich für Räume, Gewohnheiten und die kleinen Verhandlungen, die eine Familie durch den Tag bringen. Ordnung ist für sie kein Wettbewerb. Wenn etwas nach zwei Tagen wieder auf der Kommode liegt, beginnt die eigentliche Geschichte.
Aufgewachsen in Hamburg, aufmerksam für alles, was sich im Alltag verschiebt.
Hanno arbeitet mit Holz und schaut bei Dingen gern auf die Stelle, an der sie nachgeben. Er erklärt, warum eine Reparatur manchmal drei Minuten und manchmal einen neuen Plan braucht. Seine Texte handeln von Material, Möbeln und dem Wert, etwas zu benutzen, bevor es als schön gilt. Kein Werkstattadressbuch, keine Firmenwerbung: Er schreibt über die Arbeit, nicht über ein Geschäft.
Mit Holz im Kopf und einer Abneigung gegen Lösungen, die nur von weitem halten.
Vitus bringt den Enkelkindern Schach bei. Er erklärt nicht jeden Zug sofort, weil er sehen möchte, was jemand selbst entdeckt. Er erzählt nicht von einer angeblich besseren Vergangenheit. Er beobachtet, wartet, fragt nach und lässt sich gelegentlich überraschen. Genau das macht seine Gedanken langsam und manchmal genauer als alle schnellen Antworten.
80 Jahre, ein Schachbrett und die Überzeugung, dass ein guter Zug Zeit braucht.